
Der Neubau des FFFZ wurde umweltschonend und energiesparend ausgeführt. Das hatte die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland 1990 beschlossen. Diese Vorgaben flossen in die Planung ein mit dem Ziel, eine dem Bau immanente und nicht repräsentative Ökologie zu realisieren. Eröffnet wurde das Haus 1993. Von der Landeshauptstadt wurde dem FFFZ der "Umweltpreis" verliehen.
Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:
Folgende Maßnahmen wurden umgesetzt:
- Die Konferenzräume wurden für ein optimales Tageslicht auf die Südseite gelegt. Vor Baubeginn wurde der Boden auf Schadstoffe untersucht, der Bauschutt getrennt entsorgt und ein ökologischer Baustoffkatalog aufgestellt.
- Die massive Bauweise erlaubt mit hohen Dämmschutzwerten guten Schallschutz und gute Wärmedämmung.
- Alle Fensterrahmen wurden aus heimischem Kiefernholz gefertigt, um die Alternativen Aluminium und Tropenholz zu vermeiden.
- Wände und Holzoberflächen wurden zum Wohlbefinden von Gästen und Mitarbeitern mit Wasserlacken behandelt.
- Als Bodenbeläge wurden Holzparkett, Naturstein oder Fliesen verwandt, bei den Konferenzräumen und Zimmern aber auf konventionellen Teppichboden zurückgegriffen.
- Die Verkabelung besteht zum größten Teil aus "halogenfreiem Kabel", das ohne PVC als Isolierung auskommt. Das Risiko einer Dioxinverseuchung bei Schwelbrand wurde damit umgangen.
- Haustechnik:
Für den Wasserhaushalt wird auf den Flachdächern anfallendes Regenwasser für WCs und Haustechnik genutzt. Für die Kälteanlage musste ein sogenanntes Rückkühlwerk eingebaut werden, das überschüssige Wärme abführt. Es wird mit Regenwasser betrieben. Wo möglich wurden Energiespar-Maßnahmen eingesetzt. Im Betrieb z. B. werden Papierhandtücher in Restaurant und Toiletten vermieden. - Energietechnik:
Strom und Wärme des Hauses wird durch ein Blockheizkraftwerk/BHKW (Kraft-Wärme-Kopplung), das mit der umweltschonenden Primärenergie Gas betrieben wird, produziert. Überschüssiger Strom kann in das Netz zurückgespeist werden; höhere Anforderungen werden durch das Stromnetz oder konventionelle Kessel abgedeckt. - Außenanlagen:
Die Gestaltung der Außenanlage wurde im besonderen Maße ökologisch orientiert umgesetzt. Damit sollte eine unnötige Versiegelung vermieden und Lebensraum für Pflanzen und Tiere geschaffen werden. Ein Großteil der Dächer des Neubaus sind wie ein Biotop intensiv begrünt. Dort wird das Regenwasser für die Nutzung im Haus gesammelt. - Gesamtanlage:
Die ökologisch sichtbaren und haustechnisch notwendigen Maßnahmen wurden mit der Gestaltung der Außenanlage in Einklang gebracht. Sie wurden in das Konzept integriert, das durch Gestaltung zu einer Gesamtästhetik des Hauses führt. Sie soll mit den ökologischen Komponenten zu einem ausgeglichenen Wohlbefinden der Konferenzteilnehmer, Gäste und Mitarbeiter führen.